Landwirtschaft goes WildnisKultur!
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Herstellen einer Knochensalbe-

Herstellen einer Knochensalbe

Die getrockneten Knochen werden zerkleinert, damit sie in das gusseisene Geschirr passen. Man braucht 2 Töpfe - einen für die zerkleinerten Knochen, oben drauf ein Gitter, den zweiten Topf füllt man etwas Wasser. Den Topf mit Wasser gräbt man in die feuchte Erde ein, bündig mit der Grasoberfläche und der Öffnung nach oben. Dann legt man das Gitter drauf. Der Topf mit den Knochen wird kopfüber auf der Gitter gestülpt.
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Den Platz rund um die 2 Töpfe verdichtet man ganz gründlich und sorgfältig feuchter Erde, bestes Material ist Lehm. Dann schichtet man über dem gestülpten Topf Holz auf und macht Feuer.
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Ganz wichtig - es darf weder zu viel noch zu wenig  Hitze entstehen - die Hitze muss richtig dosiert sein. Denn nur so kann das Fett abtropfen und verbrennt nicht zu größerer Hitze. Die Abdichtung muss dabei intakt bleiben. Wenn dies nicht der Fall ist, besteht Explosionsgefahr!
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Auf das Feuer muss gut geachtet werden - nicht vergessen, immer wieder nachzulegen! Nach Beendigung der Prozedur befindet sich im Topf unterhalb des Gitters eine zähflüssige, braune Masse und oben am Gitter hellgraue, federleichte Knochen.
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Die Knochensalbe kann perfekt gegen Wildverbiss eingesetzt werden, sie bietet jahrelangen Schutz. Der beissende Geruch hält das Wild ab, die Bäume anzunagen. Junde Bäume sollen nicht bestrichen werden, dazu verwendet man Holzstöcke, die man rund um den Jungbaum einschlägt und diese dann bestreicht.
Sepp Holzers Permakultur-

Sepp Holzers Permakultur

Das Rezept der Bein - oder Knochensalbe findet Ihr im Buch ′Sepp Holzers Permakultur′ auf Seite 237

In diesem Praxisbuch erklärt Sepp Holzer die Prinzipien seiner Permakultur und zeigt, wie sie praktisch schon im Kleingarten, ja sogar im Balkongarten umgesetzt werden kann. Darüber hinaus macht er an vielen Beispielen deutlich, wie auch die erwerbsmäßige Landwirtschaft nach diesen Prinzipien gestaltet werden kann und welche Alternativen es hier gibt.
Kommentare
Alexander Lösch, schrieb am 18. Februar 2016 um 12:20:
Hallo,
vielen Dank für die Anleitung - habe das 2. Buch von Sepp Holzer in dem das Rezept steht, allerdings hab ichs ausgeliehen. Es ist schön in dieser Zeit solch altes Wissen zu bewahren und weiter zu geben . Allerdings hatte ich im Kopf, dass man diese Salbe auch bei Knochenschmerzen, Verrenkungen etc. anwenden kann.
Alles Gute A.L.
Michaela Schmitz, schrieb am 18. Februar 2016 um 13:36:
Danke für die Rückmeldung! Ja, das sind die Zugsalben, diese werden aber etwas anders zubereitet und sind im Buch auf ca Seite 236 zu finden! Liebe Grüße aus der WildnisKultur!

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